050600a
2013, 02:05:16 Min.,Video HD 16:9, ohne Ton

Am dritten Abend thematisierte Lux dann mit einer Performance die Objekthaftigkeit sowohl des Projektors wie auch der Projektion. Ein Video mit dem Titel 050600a (2013) zeigte zwei Elefantenzeichnungen, die wie auf einer Bildtapete ein Muster bildeten, das durch die unruhig gehaltene Kamera akzentuiert wurde. Bei der Projektion hielt der Künstler, der sich mit Bier und Zigarette im Ausstellungsraum niedergelassen hatte, den Projektor auf seine Schulter gestützt. Dadurch bewegte sich die Projektion jedes Mal durch den Raum, wenn er seine Position wechselte, einen Schluck Bier nahm oder mit dem Publikum plauderte. Die Performance dauerte, der Länge des Videos entsprechend, etwas mehr als zwei Stunden. Das Video hat Lux in der gleichen Art und Weise produziert wie an jenem Abend die Performance. Die Elefantentapete hat er ohne Stativ aus der Hand abgefilmt und, wie bei der Performance, dabei gleichzeitig getrunken und geraucht. In ihrer Wirkung hintertrieb die Präsentation die Illusion, eine Projektion sei immateriell, weil sie deren materielle Bedingtheit, d. h. den dahinterstehenden Apparat, sichtbar machte.

The third presentation was a performance that drew the attention likewise to the objecthood of a projector and to the projection. A video with the title 050600a (2013) showed an illustration of two elephants which by repetition form a wallpaper-like pattern accented by a little movement produced by the unsteadiness of the hand holding the camera. Lux held the projector showing this video on his shoulder and seated himself in the gallery with beer and cigarettes. The projection moved around in the space as he changed the position, had a sip of his drink or chatted with the audience. The performance lasted a little over two hours which equals the duration of the video, furthermore the video was filmed in the same way as the performance with Lux drinking and smoking while holding the camera filming the printout of the elephant drawings without a tripod. The piece dispelled any illusion about the projection’s immateriality by emphasizing its physical relativity, that is the machinery standing behind.

Light Is a Thing in a Room
Licht ist ein Ding im Raum

Yuki Higashino



 
 
 
 

 

eins zwei drei vier

vier Abende, Teil 3
Schneiderei, Wien, 2013, Ausstellungsansichten

 

 

 

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